Pünktlich um 09:30 Uhr trafen sich die Teilnehmenden gemeinsam mit den Ausbildern am See. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde im Schulungsraum ging es direkt in die Vorbereitung. Vom CMAS * über Trainer C bis hin zum TL** war bei den Teilnehmenden alles vertreten. Überzeugte Nasstaucher saßen neben absoluten „Trocki“-Fans.
Mit vier Ausbildern auf zunächst 11, am Sonntag dann 10 Teilnehmende konnten sehr kleine, homogene Gruppen gebildet werden. So konnten auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Ausrüstungskonfigurationen optimal und individuell eingegangen werden.
Die Erwartungen reichten von „Ich mache das immer schon so“ bis „Ich will alles wissen“. Mithilfe einer Handreichung wurden die vier Tauchgänge und ihre jeweiligen Schwerpunkte ausführlich besprochen und die Lernziele praxisnah vermittelt.
Die vier Tauchgänge
Im 1. TG standen die Verbesserung von Trimm und Tarierung sowie ein Bleicheck im Fokus.
Der 2. TG widmete sich den Flossentechniken „Frog Kick“, „Back Kick“ und „Helicopter Turn“ unter besonderer Berücksichtigung von Trimm und Tarierung.
Im 3. TG wurden die Fähigkeiten aus den ersten beiden Tauchgängen weiter gefestigt und um die Grundlagentechniken „Out of Gas“, das eigenständige Schließen und Öffnen des Flaschenventils sowie das Setzen einer Boje ergänzt.
Der 4. TG bot jedem Teilnehmenden die Möglichkeit, Übungen zu wiederholen oder individuelle Wünsche einzubringen.
Nach dem ersten Briefing erfolgte zunächst eine gemeinsame Sichtung der Ausrüstung an den Rödeltischen. Konfigurationen wurden hinterfragt und erste Tipps ausgetauscht, bevor es in die jeweiligen Gruppenbriefings und anschließend ins Wasser ging.
In der Oberflächenpause nach dem 1. TG wurden Erfolge und Misserfolge besprochen. Mithilfe kurzer Videosequenzen konnte die eigene Wasserlage analysiert und anschließend gezielt verbessert werden.
Am Ende des zweiten Tauchgangs bestand erneut die Möglichkeit, die Bleimenge mit fast leerer Flasche zu überprüfen. Das Ergebnis war für einige überraschend: Zwei Taucher konnten jeweils 6 kg Blei abgeben, ohne unkontrolliert aufzusteigen, was zu einem deutlich entspannteren Tauchen und einer besseren Wasserlage führte. Auch während diesem Tauchgang wurden kleine Videosequenzen erstellt und im Nachgang analysiert, um ein besseres Gefühl für die eigenen Flossentechniken zu entwickeln.
Im Anschluss an den ersten Seminartag bestand bei bestem Wetter die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Grillabend das Erlebte zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen, was von vielen Teilnehmern angenommen wurde.
Der zweite Tag begann mit einer Rochade der Ausbilder. Dadurch erhielten die Teilnehmenden neue Perspektiven und konnten von den unterschiedlichen Erfahrungen der Ausbilder profitieren.
Der 3. TG baute auf den Inhalten der ersten beiden Tauchgänge auf und verband diese mit bekannten Standardaufgaben wie dem S- und V-Drill. Zusätzlich wurde erneut an der Feintarierung gearbeitet. Hierzu wurde ein Doppelender am Schritt-D-Ring befestigt, der im korrekten Trimm leicht über den Boden schleifen, jedoch niemals aufliegen sollte.
Im 4. TG konnten Übungen wiederholt und individuelle Wünsche der Teilnehmenden berücksichtigt werden.
Nach einem ausführlichen Debriefing endete der Kurs mit zufriedenen Teilnehmenden und Ausbildern – und der Erkenntnis, dass unnötiges Blei von teilweise bis zu 6 kg nicht nur den Rücken, sondern auch den Trimm erheblich belasten kann.
Fazit:Der SK Tauchfertigkeiten 2026 war insgesamt ein voller Erfolg. Die kleinen Gruppen, die individuelle Betreuung, die Videoanalysen und die unterschiedlichen Perspektiven der Ausbilder ermöglichten es allen Teilnehmenden, ihre Fertigkeiten zu überprüfen, zu verbessern und weiter zu festigen.
Ein Kurs, der einmal mehr gezeigt hat: Perfektion steckt im Detail.