Tamariu 2026

Auch dieses Jahr machten wir uns wieder gemeinsam von Langen aus auf den Weg nach Tamariu, um dort eine Woche voller Tauchgänge, gemeinsamer Erlebnisse und hoffentlich gutem Wetter zu verbringen. Die Zusammensetzung der Gruppe war dabei ähnlich wie im vergangenen Jahr. Neben den drei Bussen, einem Sprinter und zwei Kleinbussen für jeweils acht Personen, hatten wir dieses Mal sogar noch ein zusätzliches Auto dabei.

Die Abfahrt erfolgte etwas später als im letzten Jahr, und nach einer rund 16-stündigen Fahrt kamen wir schließlich erschöpft, aber froh, endlich angekommen zu sein, in Tamariu an. 

Zunächst bezogen wir unsere Unterkunft und verstauten unsere Sachen in der Tauchbasis. Nach der langen Fahrt waren allerdings alle ziemlich übermüdet, sodass erst einmal Schlaf angesagt war. Am Abend gab es dann ein gemeinsames Abendessen, bevor die meisten relativ früh ins Bett verschwanden.

Schon am ersten Abend gab es allerdings Grund zur Sorge: Die Wettervorhersage für den nächsten Tag sah alles andere als vielversprechend aus. Trotzdem hofften wir natürlich, dass sich das Wetter noch bessern würde und wir wie geplant ins Wasser könnten.

Leider wurden unsere Hoffnungen am nächsten Morgen ziemlich schnell zunichtegemacht. Statt Sonnenschein und guten Tauchbedingungen erwarteten uns heftiges Gewitter und jede Menge Regen. Selbst das Hausriff war aufgrund der Wetterbedingungen zu gefährlich, sodass an Tauchen zunächst nicht zu denken war.

Damit wir den Tag nicht einfach nur mit unseren Handys verbringen würden, hatte Ruth glücklicherweise ein alternatives Programm vorbereitet. In kleinen Gruppen sollten wir uns drei Aufgaben widmen: einen Cocktail kreieren, eine Vorführung vorbereiten und ein Kostüm zum Thema Meer gestalten. So wurde aus dem unfreiwilligen tauchfreien Tag kurzerhand ein kleines Kreativprogramm. Nach einigen Stunden Vorbereitung wurden die Ergebnisse präsentiert, und trotz des schlechten Wetters kam die Gruppe auf andere Weise auf ihre Kosten.

In den darauffolgenden Tagen spielte das Wetter zwar nicht immer perfekt mit, doch nach und nach fand sich ein geregelter Ablauf. Jeden Morgen wurden zehn Baguettes besorgt, die meistens schneller verschwanden, als man schauen konnte. Spätestens zur Mittagszeit war von ihnen kaum noch etwas übrig.

Der Tagesablauf richtete sich ansonsten vor allem nach den Tauchgängen. In der Regel starteten die ersten Tauchgänge bereits um 9 Uhr. Jeden Tag stand ein Bootstauchgang auf dem Programm, dazu kamen je nach Bedingungen weitere Tauchgänge in der Bucht. Wer darüber hinaus noch tauchen wollte, konnte sich selbst organisieren, sofern das Wetter und die Bedingungen es zuließen.

Zwischen den Tauchgängen blieb genügend Zeit, um sich auszuruhen, etwas zu unternehmen oder einfach die gemeinsame Zeit zu genießen. Am Abend wurde meistens gegen 20 Uhr gegessen. Danach ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen. Besonders die Jugendlichen saßen noch lange zusammen, unterhielten sich und genossen die Abende, sodass es nicht immer ganz so früh ins Bett ging wie nach der Anreise.

So vergingen die Tage trotz des durchwachsenen Wetters viel zu schnell. Ehe wir uns versahen, war bereits der neunte Tag gekommen, und es hieß, die Sachen zu packen und sich von Tamariu zu verabschieden. Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Rückweg nach Deutschland.

Für die Rückfahrt war eine Übernachtung in Dijon in Frankreich geplant. Nach der Weiterfahrt stärkten wir uns zunächst mit Fastfood, bevor wir unsere Unterkunft bezogen. Während einige nach den vergangenen Tagen und der langen Fahrt nur noch schlafen wollten, hatten ein paar besonders energiegeladene Jugendliche noch nicht genug vom gemeinsamen Programm. Sie machten sich deshalb noch auf den Weg zum Lasertag und spielten anschließend Karten.

Am nächsten Morgen ging es bereits um 7:30 Uhr weiter Richtung Heimat. Nach einer weiteren langen Fahrt erreichten wir schließlich gegen 16 bis 17 Uhr wieder Langen. Dort verabschiedeten sich alle voneinander – müde, aber mit vielen gemeinsamen Erinnerungen im Gepäck.

Auch wenn uns das Wetter dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht und den ersten Tauchtag gekostet hat, war die Fahrt wieder eine schöne gemeinsame Zeit. Es wurde getaucht, gelacht, gespielt und viel Zeit miteinander verbracht. Und wie so oft verging die Woche deutlich schneller, als uns lieb war.

Ein großes Dankeschön geht an Cedric für die Organisation der gesamten Fahrt und das Managen der Kosten, sowie an Christian für die Planung und Einteilung der Tauchgänge und auch an Ruth für die kreativen Aufgaben am Regentag und auch bei der Abschlusstaufe. Ebenso bedanken wir uns bei allen Betreuern, die mit ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung diese Fahrt überhaupt erst möglich gemacht haben. Und natürlich wäre die Jugendfahrt ohne unsere Jugendlichen nur halb so schön gewesen: Danke für die gute Laune, die tolle Atmosphäre und die vielen gemeinsamen Momente, die diese Woche trotz des durchwachsenen Wetters zu etwas Besonderem gemacht haben.

Bis zum nächsten Jahr – hoffentlich wieder mit besserem Wetter und vielen schönen Tauchgängen in Tamariu!