Tauchen für den Naturschutz

Tauchen für den Naturschutz ist mehr als der Erwerb des gleichnamigen VDST-NABU-Spezialkurs.

Seit 2016 engagiert sich der HTSV im Rahmen dieses Projektes für den Naturschutz. Wir bilden Taucherinnen und Taucher aus, damit diese selbstständig Monitoring an einem See durchführen können. Schwerpunkte sind Unterwasserpflanzen, Großmuscheln und Krebse sowie die Beeinträchtigungen unter Wasser.

Die so gewonnenen Daten werden an das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) weitergeben, dazu haben wir mit dem hessischen Umweltministerium einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Um mehr Daten über den Einfluss von wühlenden Fischen (wie Karpfen oder

Schleien) auf die Unterwasserflora zu erhalten, wurden 2019 in Biebesheim und in Niederweimar bei Marburg gemeinsam mit den ortsansässigen Vereinen Hasenkäfige versenkt, die als Enclosures Fische abhalten und Pflanzen einen geschützten Raum bieten sollen.

Für 2020 ist dies für weitere Seen geplant, auch in Schönbach wird ein Käfig versenkt.

Dabei werden auch die Angelvereine mit einbezogen. Mit deren Dachverband Verband hessischer Fischer e.V. (VHF) bieten wir gemeinsame Gewässeruntersuchungsseminare an.

Interessierte treffen sich mehrmals im Jahr an verschiedenen Seen, um gemeinsam zu Tauchen und die gefundene Flora und Fauna zu bestimmen. Im Auftrag und mit Genehmigung der Naturschutzbehörden sind wir auch in Naturschutzgebieten unterwegs und untersuchen Gewässer, die ansonsten einem absoluten Tauchverbot unterliegen.

Im Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung rufen wir unsere Taucher*innen auf, invasive Arten wie den Kalikokrebs oder das vielblättrige Tausendblatt an das hessische Online-Portal für invasive Arten zu melden.

 

Rainer Stoodt